Das Orgelgebirge (Serra dos Orgãos)

Eine reiche Flora und Fauna

Bereits 1939 wurde der Nationalpark Serra dos Orgãos (Orgelgebirge) gegründet. Mit einer Ausdehnung von rund 10.000 ha erstreckt er sich über die Distrikte Magé, Teresópolis und Petrópolis.
Der Park ist bedeckt von typischem Atlantischen Regenwald. Hier befinden sich die höchsten Erhebungen der Serra do Mar, einige Flüsse durchqueren das Gebiet, verschiedene entspringen hier.

Auch eine reiche Fauna mit vielerlei Arten ist in diesem Gebiet heimisch. Beobachten kann man Gruppen von Macacos (Affen), Coatis (Nasenbären), Pacas (Pakas), Tamandua-Mirins (Ameisenbären), Tatus (Gürteltiere), Hirsche, Wildschweine und mit viel Glück auch den grössten Jäger der Region, den Puma.
Vogelkundler erfreuen sich u.a. am Papagaio-de-peito-roxo, Kuckuck, Mitus, Singdrossel, Kolibri.
Reptilienfans können vielleicht der Begegnung mit zwei hier vorkommenden Giftschlangenarten Freude abgewinnen: die Jararaca und die Jararacuçu.
An verschiedenen Stellen gibt es offene Lichtungen mit der typischen Grasvegetation und verschiedenen Farn-Spezies. Diverse Orchideen-Arten, Bromelien und Begonien sind vom Wanderweg aus zu sehen. Grosse Bäume wie Zedern, Zimt- und Guamabäume, Fuchsien, Akazien und Seifenbaumgewächse unterstreichen den tropischen Eindruck der Landschaft.

[Fotoalbum]
[Nach oben]


Der Finger Gottes

Der "Pedra do Sino" (Glockenfelsen) ist mit 2.263 m der höchste Berg der Serra dos Orgãos. Aber der wohl bekannteste Berg ist der "Dedo de Deus" (Finger Gottes), 1.692 m, der die Form einer Faust mit ausgestrecktem Zeigefinger hat. Wander- und Kletterfans fühlen sich hier zu Hause. Kleinere und grössere Wasserfälle passen sich nicht nur in die herrliche Landschaft ein, sondern bieten dem erhitzten Wanderer eine willkommene Abkühlung.

Zwei große Städte flankieren den Nationalpark:
Das 840 m hoch gelegene Petrópolis mit 255.000 Einwohnern und das 900 m hoch gelegene Teresópolis mit 170.000 Einwohnern.
Petrópolis wurde von dem deutschen Baumeister Julius Friedrich Koehler entworfen. Seit seiner Gründung im Jahre 1843 haben sich dort sehr viele Deutsche und Schweizer angesiedelt. Auch Stefan Zweig lebte während seines Exils in Brasilien hier und wurde nach seinem Freitod im Jahre 1942 auf dem Friedhof von Petrópolis beigesetzt.
Der Luftkurort Teresópolis wurde 1891 gegründet und nach der Kaiserin Teresa Cristina benannt. Hier befindet sich das kleine Museu Martius, benannt nach dem deutschen Botaniker von Martius, der 1817-1820 in Brasilien botanische Forschungen betrieben hat. Ein Besuch lohnt sich.

[Fotoalbum]
[Nach oben]


Der "Finger Gottes" in der Serra dos Orgãos.

(C) 2007 - Alle Rechte vorbehalten, Eco-Lodge Itororó, Nova Friburgo, R.J., www.naturreisen-brasilien.com

Diese Seite drucken