Serra do Cipó

Savanne und Höhengebiete

Der Nationalpark Serra do Cipó wurde 1984 gegründet. Seine Gesamtfläche beträgt 33.800 Hektar bei einem Umfang von 154 km. Er befindet sich im Bundesstaat von Minas Gerais im südlichen Teil der Serra do Espinhaço, auf einer Höhe zwischen 1.100 und 1.600 m.
Mit einem tropischen Höhenklima, mit frischen Sommern und einer gut definierten Trockenperiode, mittleren Jahrestemperaturen, die um die 22 Grad liegen und mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von durchschnittlich 1.622 mm finden wir hier den Cerrado (Savanne) und die Campos de Altitude (Höhengebiete), zwei hochinteressante und sehr empfindliche Ökosysteme.

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Herrliche Wasserfälle

Der Rio Cipó durchquert den Nationalpark und seine Zuflüsse fallen von großen Höhenunterschiede in zahlreichen Kaskaden und Wasserfällen von faszinierender Schönheit, wie zum Beispiel den "Cachoeira da Farofa", der in sieben untereinander liegenden Fällen 270 Meter hinabstürzt. Natur-Pools, die der kraftvolle Wasserfall geformt hat, laden zum Baden ein.
Dann gibt es die Wasserfälle "Usina" und "Congonhas" durch den "Canyon das Bandeirinhas", mit 4 km Ausdehnung, erreicht man am Ende den "Cachoeira das Braúnas", mit 65 m freiem Fall und einem Natur-Schwimmbecken.
Weitere Wasserfälle sind "Véu da Noiva", "Cachoeira de Baixo", "Cachoeira Grande", "Cachoeira Capivara" und der "Cachoeira dos Confins".

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Prähistorische Felsmalereien

Der Name des Parks kommt von seinen dicht ineinander verschlungenen Lianen (Cipós), welche in gewissen Waldstücken des Parks eine regelrechte Wand bilden.
Die Pflanzenwelt in diesem Gebiet ist hochgradig endemisch und selten, wie zum Beispiel die bis zu 4 Meter hohen Velosien. In diesen Gebieten findet man Bromelien, Orchideen, Kakteen, und in den Matas de Galerias (Galerie Wälder) seltene Bäume mit Epyphyten bewachsen.
Häufig sind "Quaresmeiras" (Tibouchina granulosa), "Copaíbas (Copaifera officinalis, Lin.), (Helichrysum bracteatum, Andr.) und Kakteen zu sehen.
Die Tierwelt des Gebietes ist sehr artenreich aber wenig bekannt. Auch unter den Tieren sind viele endemische Arten besonders Insekten und Amphibien. Wie überall, auch hier einige gefährdete Arten: der "Lobo-Guará" Brasilianische Wolf (Chrysocyon brachyurus), der "Cachorro-do-mato-vinagre" (Speothos venaticus), "Tamanduá-Bandeira" Ameisenfresser (Myrmecophaga tridactyla), "Veado-Campeiro" Hirsch (Ozotocerus bezoarticus), "Onça Parda" Puma (Puma concolor) und "Gato-maracajá" (Felis macrura) und, auch selten aber noch vorhanden, die Kaimane.
Eine weitere Besonderheit:
Hier kann man prähistorische Felsmalereien und archäologische Fundstätte finden.

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